Highlight’s 2016

Einer unter den 23 Formelwagen Startern in unserer Klasse 9 wird niemand geringeres sein als Heinz Siegert.
Als letzter DDR-Meister fährt er heute noch begeistert Rennen und liebt seine Leidenschaft.

Heinz_Siegert

Foto: Jochen Kretschmar

Heinz Siegert war der letzte DDR Meister in der Formel Easter
Heinz Siegert wurde 1950 in Meißen geboren und lebte später in Leipzig. Als Jugendlicher erlernte er den Traumberuf als Kraftfahrzeugmechaniker, wurde später Meister und auch Sachverständiger.
Der Autorennsport prägte sein Leben bis heute noch. 1976 begann er seine ersten Versuche im Rennsport im Formelrennwagen der Gruppe E. Bereits 1977 errang er als DDR Bester (wie heute B-Lizenz) den Pokal des ADMV in der Leistungsklasse II. Es folgte der Aufstieg in die LK I und bis 1980 erfolgreiche Teilnahme in dieser obersten Liga des Autorennsports der DDR. 1980 erfolgte seine Nominierung in die Nationalmannschaft im Straßenrennsport und damit die Erteilung der Internationalen Fahrerlizenz.
Ab hier begann ein ständiger Aufstieg mit vielen Podestplätzen national und international. 1989 war ein sehr schöner Erfolg der Sieg im Saisonfinale der Formel Easter in Hockenheim und im gleichen Jahr der Meistertitel in der Formel Easter.
Ab 1990 startete er in verschiedenen Serien auf Porsche, Ford und BMW erfolgreich. Ab 1999 wurde er in den Historischen Meisterschaften sesshaft und errang zahlreiche Siege und Meistertitel.
DAS“ Fahrzeug über viele Jahre im harten Renneinsatz und dann auch in der Historie Haigo war und ist auch noch der MT 77. SRG MT 77 ist die Bezeichnung für eine DDR-Rennwagen-Konstruktion aus den 1970er Jahren. Der Namensbestandteil SRG steht dabei für „Sozialistische Renngemeinschaft“, MT für die Konstrukteure Ulli Melkus und Hartmut Thaßler und 77 für das Erscheinungsjahr. Gefertigt wurden die Rennwagen von Melkus in Dresden. Die Aerodynamik der Karosserie war für seine Zeit und die vorhandenen Mittel und Möglichkeiten in der damaligen DDR nahezu revolutionär. Der Rennwagen war bis zum Erscheinen der sowjetischen Estonia-Renner 1986 das Maß der Dinge im osteuropäischen Formel-Rennsport. Antriebsbasis war der getunte und auf ca. 140 PS gebrachte Motor des Lada 1300. Das Getriebe stammte vom Wartburg 311.
Der MT 77 gewann seit seinem Erscheinen fast alle DDR-Meistertitel und mehrfach den Pokal für Frieden und Freundschaft der Sozialistischen Länder. 2006 erkämpfte Heinz Siegert den 1. Platz im „Ulli Melkus Pokal“, man sollte meinen, dass dieser Erfolg besonders emotionale Erinnerungen weckte.

Text und Fotos: Jürgen Kießlich


Herr Uwe Oltmanns aus Varel wird am Oberlausitzer Dreieck eine Replika des Formel 2 Rennwagens von Paul Greifzu, mit dem er 1950 auf dem Nürburgring verunfallt ist, präsentieren. Das Originalfahrzeug wurde danach verschrottet. In 4-jähriger Arbeit hat Herr Oltmanns diesen Rennwagen sehr originalgetreu nachgebaut. Er ist im Mai diesen Jahres fertig geworden und wird zum ersten Mal auf unserer Veranstaltung in der Öffentlichkeit zu sehen sein.

Fotos: Uwe Oltmanns


Wir gratulieren Marek Červený zum dritten IRRC Europameister Titel, den er sich letztes Wochenende vorzeitig in Finnland geholt hat und sind mehr als erfreut, ihn in unserer offenen Klasse präsentieren zu dürfen.

Fotos oben: Marek Červený Homepage

Fotos unten: Dietmar Augustin


Ein bei uns bekanntes Gesicht wird auch in diesem Jahr Heinz Rosner sein. Er ging zwischen 1964 und 1969 in der Motorrad-Weltmeisterschaft an den Start und wurde 1968 WM-Dritter in der 250-cm³-Klasse.
Während seiner gesamten Laufbahn startete er stets auf MZ, weshalb er bis heute auch als „Mr. MZ“ bekannt ist.

 

Fotos: Dietmar u. Jürgen Augustin


Letztes Jahr begeisterte Michael Stadelmann in der Klasse 10 (Tourenwagen) mit seinem Audi S2 die Zuschauer.
Wir freuen uns, ihn auch in diesem Jahr an unserem Dreieck begrüßen zu dürfen.

Audi S2 Stadelmann

Foto: Jürgen Augustin


Eine Besonderheit wird zum Rennwochenede der original Porsche 908 ex Steve McQueen sein.
August Deutsch, der Besitzer, wird diesen Rennwagen wie schon im vergangenen Jahr über das Oberlausitzer Dreieck fahren. Wir freuen uns, dass wir diesen Wagen nochmals präsentieren können.
3. Oberlausitzer-Dreieck (3)

Foto: Jürgen Augustin


Ein prominenter Gast bei unserer Veranstaltung ist der 1959 geborene Lothar „Loth“ Neukirchner aus Thalheim. Wer sich in der Geschichte des DDR Motorradrennsports auch nur einigermaßen auskennt, weiß noch, dass er dreimal hintereinander (1987, 1988 und 1989) Meister in der Klasse bis 250 ccm und 1990 Vizemeister wurde.
Nachdem sich Lothar Neukirchner selbst aus dem aktiven Sport zurückgezogen hatte, widmete er sich der Förderung seines Sohnes Max, der 2016 in der IDM – Superbike fährt und dort das Auftaktrennen auf dem Lausitzring gewonnen hat.

Lothar Neukirchner_n

Foto: Jochen Kretschmar