Monthly Archives: Juli 2016

Arbeitseinsatz – Garagen abbauen

Am 01. Juli haben wir die alten Garagen auf dem Clubgelände abgerissen.  Sogar ein Traktor kam mit zum Einsatz. Später wird hier eine ordentliche Fläche mit Schwarzdecke für das Fahrerlager geschaffen. Hier ein paar Bilder vom Arbeitseinsatz.

Bilder: Uta Havlat

Motorradtour zur Friedenskirche Jawor am 25. Juni

Am 25. 6. Trafen wir uns – vier Personen und drei Motorräder – bei RTT im Gewerbegebiet Weinau. Vormittags 9:30 hatten wir schon 26 Grad, also würden wir den ganzen Tag über Kälte nicht zu klagen haben!
Über Bogatynia, Frydlant, Gryfow (Greifenberg), Lwowek Slaski (Löwenberg) und Zlotorija (Goldberg) fuhren wir auf kleinen Nebenstraßen nach Jawor (Jauer). Die Strecke ist teilweise sehr holprig, dafür aber landschaftlich schön und abwechslungsreich. Und warm war es, sehr warm, so um die 32 Grad. Da hat es gut, wer eine luftdurchlässige Jacke hat!
Nach etwa 90 km haben wir unserer ermüdeten Gesäßmuskulatur in der Nähe von Löwenberg eine Pause gegönnt und kamen kurz vor zwölf  in Jawor an. Nachdem wir die Motorräder abgestellt hatten, sind wir, ein wenig Kühle erwartend, zur Kirche geeilt. Diese „Friedenskirchen“, nach Ende des Dreißigjährige Krieges und im Resultat des Westfälischen Friedens erbaut, unterlagen gewissen Bedingungen: Sie mußten als reformatorische, also lutherische, Kirchen inmitten des ansonsten katholischen Schlesien einen Kanonenschuß weit von der Stadtmauer und nur aus Holz, Stroh und Lehm gebaut werden. Sie mußten in einem Jahr fertiggestellt sein und die Gemeinden hatte sie selbst zu bezahlen. Und so, wie wir heute, waren die Stadtoberen sicher sehr erstaunt, was sich mit eisernem und gutem Willen, bewundernswerten Handwerkern, einem genialen Baumeister und sicher auch einem gerüttelt Maß an Gottvertrauen aus den einfachen Materialien für ein imposantes Gebäude hat machen lassen! Die Kirche faßt fünftausend Personen! Wer sie nicht kennt, sollte nicht versäumen, sie sich anzusehen und sich gebührend wundern, was ohne heutige Planer, ohne grüne Behinderer, ohne Statiker, ohne zwanzig Gutachter und dreißig Genehmigungsbehörden in einem Jahr trotz eigentlich ungeeignetem Material möglich ist! Von den einstmals drei großen und zwei kleinen Friedenskirchen gibt es nur noch zwei – Jauer und Schweidnitz.
Nachdem wir den Eintrittsobulus entrichtet hatten (5,00 Zw.) wurde uns das Wichtigste deutsch erklärt. Nach etwa 45 Minuten saßen wir dann im kühlen Garten des ehemaligen Pfarrhauses, das heute ein Restaurant ist. Dort haben wir unsere ausgetrockneten Leiber erstmal getränkt und dann mit den nötigen Kalorien für die Weiterfahrt versehen.
Der Rückweg nach Haus ging dann über Bolkow und Jelenia Gora (Hirschberg) nach Sklarska Poreba (Schreiberhau). Dort bemerkten wir beim Aufenthalt an der Todeskurve die uns verfolgende schwarze Gewitterwand, die uns in Bad Flinsberg eingeholt hatte. Zum Glück gibt es dort eine Tankstelle, unter deren Dach wir fliehen konnten. Es schüttete wie aus den bekannten Kübeln!
Zum Glück war der Regen bald wieder beendet und wir konnten ohne Behinderungen, jedoch mit einem Verfranzer über Neustadt an der Tafelfichte und Frydlant wieder nach Hause fahren.
Gerade hatte ich meine Gummikuh ins Trockene gebracht, als das Regen – und Hagelinferno über Eckartsberg losbrach. Gut und gerade noch abgeschnappt!

Fazit: Ganz ohne Feuchtigkeit scheint es nicht gehen zu wollen! Es war aber ein guter und erlebnisreicher Tag. Und das ist es, worauf es ankommt!

Text u. Bider: Dr. H. Funke